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Das ZeDF

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Beteiligte Fachgebiete

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Aktivitäten

 

 

Das Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung befasst sich mit den normativen, soziokulturellen und politisch-institutionellen Grundlagen von Demokratie und Frieden – sowohl im Inneren von Gesellschaften (innergesellschaftlicher Friede) als auch mit Blick auf das friedliche Zusammenleben von Staaten und Gesellschaften (internationaler Frieden). Dabei geht es sowohl um den konstitutiven Zusammenhang als auch um die Ambivalenzen und Spannungsverhältnisse, die mit dem Begriffspaar Demokratie und Frieden verbunden sind. Demokratie bzw. Demokratisierung sind zwar ein möglicher Weg zum Frieden, der aber keinesfalls konfliktfrei oder bruchlos verläuft. Nicht immer sind Demokratie und Frieden gleichermaßen erreichbar oder kausal miteinander verknüpft. Demokratie, wie immer auch institutionell ausgestaltet, bedeutet stets einen dynamischen Prozess, der sozialen Wandel und die Thematisierung von gesellschaftlichen Problem- und Konfliktlagen beinhaltet. Frieden impliziert sowohl einen Zustand (im Sinne der Abwesenheit gewaltsamer Konflikte, „negativer Friede“) als auch ein gehaltvolles, normatives Ziel, bei dem einerseits verschiedene Wertvorstellungen überein gebracht werden müssen (etwa Vorstellungen von Gerechtigkeit) und bei dem es andererseits um die „Friedensfähigkeit“ von Gesellschaften und somit um die Etablierung von Formen friedlicher Konfliktbearbeitung und -regelung geht („positiver Frieden“). Die sich daraus ergebenen Spannungsfelder lassen sich besonders deutlich anhand der vielfältigen, teils widersprüchlichen Prozesse in Transformations- und Post-Konfliktgesellschaften studieren, auf die zumeist auch internationale Akteure in unterschiedlicher Weise einwirken.

Ausgehend von diesen Überlegungen befasst sich das ZeDF zurzeit mit vier thematischen Schwerpunkten:

A) Rolle von Religionen bei der Konfliktbearbeitung: Inwieweit leisten (Welt-)Religionen einen konstruktiven Beitrag zur Konfliktbearbeitung und wie ist ihr „Friedenspotential“ zu bewerten?

B) Kooperation und Konflikte um natürliche Ressourcen: Welche Konfliktpotentiale bergen die durch Ressourcenverbrauch gefährdeten zentralen Öko-Systeme Klima, Wasser und Boden auf lokaler, staatlicher oder internationaler Ebene? Welche Möglichkeiten und Formen der Kooperation existieren und sind erprobt?

C) Krisen und Probleme des internationalen Peacebuilding: Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen der Friedenskonsolidierung und des so genannten „liberalen Friedens“? Welche Rolle spielen dabei insbesondere die Politiken und Konzepte internationaler Akteure?

D) Umgang mit organisierter, nicht-staatlicher Gewalt: Welche Rolle spielen unterschiedliche Formen nicht-staatlicher Gewalt in Konfliktregionen? Welche Ansätze im Umgang mit solchen Akteuren werden praktiziert?

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Beteiligte Fachgebiete

Am ZeDF sind folgende Fachgebiete beteiligt:

  • Politische Theorie (Politikwissenschaft)

  • Staat und Innenpolitik (Politikwissenschaft)

  • Vergleichende Regierungslehre (Politikwissenschaft)

  • Internationale Beziehungen & Friedens- und Konfliktforschung (Politikwissenschaft)

  • Systematische Theologie (Evangelische Theologie)

  • Christliche Sozialwissenschaften (Katholische Theologie)

  • Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht

 

Aktivitäten

Zu den zentralen Aktivitäten des ZeDF gehören:

in der Lehre: der international ausgerichtete MA-Studiengang Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft (Fachbereich Sozialwissenschaften),

in der Forschung: das Programm der Friedensgastprofessur "Frieden und globale Gerechtigkeit"; die Durchführung von bestehenden Projekten sowie die Entwicklung von neuen, gemeinsamen Forschungsvorhaben,

mit Blick auf die Öffentlichkeit: die Beteiligung von ZeDF-Mitgliedern an den Osnabrücker Friedensgesprächen sowie die Organisation von öffentlichen Vorträgen und Konferenzen.

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