Programm Friedens-Gastprofessur 2010-2014

Das auf vier Jahre angelegte Programm „Gastprofessur für Frieden und Globale Gerechtigkeit“ unterstützte den Aufbau der Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Osnabrück, die sich im Bundesland Niedersachsen als erster wissenschaftlicher Standort für diesen Forschungsbereich etablieren will.

Dadurch sollten die vielfältigen, auf das Thema „Frieden“ bezogenen Initiativen in der Friedensstadt Osnabrück („Osnabrücker Friedensgespräche“, „Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis“ u.a.) auf wissenschaftlicher Ebene an der Universität Osnabrück ergänzt werden.

Die jeweiligen Inhaber der Gastprofessur waren in Lehre und Forschung an der Universität Osnabrück tätig, nahmen an den Osnabrücker Friedensgesprächen teil und traten in der Öffentlichkeit in Stadt und Region auf. Sie richteten jeweils ein internationales Symposium zu ‚ihrem Thema‘ aus, führten in Kolloquien die schon bestehenden Aktivitäten auf dem Gebiet der Friedens- und Konfliktforschung zusammen und regten neue interdisziplinäre Forschungsinitiativen an.

Unterstützt wurde das Programm durch das Land Niedersachsen, die Stiftung Westfalen-Initiative, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF).

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V.l.: Prof. Dr. Arnulf von Scheliha, Prof. Dr. Dr. h.c. Eveline
Goodman-Thau und Prof. Dr. Ing. Claus Rollinger.

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V.l.: Prof. Dr. Arnulf von Scheliha, Prof. Dr. Neville Alexander
und Prof. Dr. Roland Czada.

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V.l.: Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Dr. Christiane Fröhlich und
Prof. Dr. Arnulf von Scheliha.

Erste Friedensgastprofessorin im Sommersemester 2010 war Prof. Dr. Dr. h.c. Eveline Goodman-Thau (Jerusalem/Israel). Ihr Wirken war dem Thema „Friede zwischen den Religionen“ gewidmet.

Friedensgastprofessor im Sommersemester 2011 war (der am 27.8.2012 verstorbene) Prof. Dr. Neville Alexander (Kapstadt/Republik Südafrika). Er widmete sich den Themen „Friede und Sprachen“ und „Ethik und Politik in Transformationsgesellschaften“.

Die Friedensgastprofessur im Jahr 2012 bearbeitete das Thema „Kooperation oder Konflikte um Ressourcen?“. Aus diesem Anlass waren Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Fachgebieten zu Kurzaufenthalten in Osnabrück. Der residente Teil der Friedensgastprofessur wurde durch Dr. Christiane Fröhlich vertreten, die als Fellow am Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung arbeitete.

Für die vierte Friedensgastprofessur wurde der international renommierte Philosoph und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Otto Kallscheuer gewonnen. Im Sommersemster 2014 forschte und lehrte er am Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung (ZeDF).