Veranstaltungen

 

2017

 

13.06.2017  Diskussionsveranstaltung "Wie wird man eigentlich radikal? Radikalisierung und ihre Prävention"

Radikalität und Radikalisierung sind keine neuen Erscheinungen. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in Europa haben sie in den letzten Jahren jedoch enorm an Bedeutung im öffentlichen Diskurs gewonnen, ohne dass immer klar wäre, war Radikalisierung eigentlich genau ist, welche Faktoren Radikalisierung beeinflussen und was man dagegen tun. Auf Einladung des Zentrums für Demokratie- und Friedensforschung diskutierten diese Fragen am 13.06. daher der Soziologe und Rechtsextremismusforscher Matthias Quent vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena sowie der Islamwissenschaftler Michael Kiefer vom Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück. Die trotz besten Sommerwetters gut besuchte, von Hendrik Hegemann (ZeDF) moderierten Veranstaltung unter dem Titel „Wie wird man eigentlich ‚radikal‘? Radikalisierung und ihre Prävention“ sowie die zahlreichen Fragen des Publikums belegen die andauernde Relevanz des Themas. Beide Vortragenden betonten die Ambivalenz des Radikalisierungsbegriffes, der zwar nicht genau definiert ist, aber dennoch direkte Auswirkungen für als „radikal“ bezeichnete Ideen, Personen und Handlungen hat. Radikalität im Sinne der Infragestellung dominanter Ordnungen muss aus ihrer Sicht nicht per se in exzessiver Gewalt münden und auch nicht in jedem Fall negativ sein. Die Frage, ab wann sie problematisch ist und eine staatliche Intervention erfordert, muss daher im konkreten Fall entschieden werden und ist abhängig vom jeweiligen gesellschaftlichen Rahmen. Quent und Kiefer arbeiteten zudem anschaulich heraus, dass sich trotz aller vorhandenen Unterschiede deutliche Überschneidungen bei den Mechanismen von und Einflussfaktoren auf Radikalisierungsprozesse im rechtsextremistischen und salafistischen bzw. dschihadistischen Milieu finden lassen, etwa bei der Bedeutung sozialer Kontakte in Orten wie Gefängnissen oder der Einbettung in subkulturelle Strukturen. Dennoch unterstrichen beide die Notwendigkeit multikausaler und kontextsensitiver Ansätze, die strukturelle, individuelle und gruppenbezogene Faktoren berücksichtigen. Bei der Frage des Umgangs mit Radikalisierung stellten die Vortragenden heraus, dass es keine Universallösung geben kann, es aber insbesondere an umfassenden Präventionsstrategien fehlt und auch die nicht-intendierten Nebenwirkungen staatlicher Gegenmaßnahmen, wie etwa Stigmatisierungseffekte, berücksichtigt werden müssen. Insgesamt zeigte der Abend zwar das Radikalisierung ein schwierig zu fassendes Phänomen ist, dass von vielen, im Einzelfall sehr unterschiedlichen Faktoren abhängt, sozialwissenschaftliche Forschung aber durchaus zu einer systematischeren und evidenzbasierten öffentlichen Diskussion beitragen kann, die Stereotypen und einfachen Antworten vorbeugt.  

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28.03.2017 Osnabrücker Friedensgespräch über Erinnerungskultur

Am Dienstag, den 28.03.2017 moderierte Prof. Dr. Roland Czada das 2. Osnabrücker Friedensgespräch 2017 mit dem Titel "Historische Schuld und verblassende Erinnerung - Wie weiter aus Geschichte lernen?". Seine Gäste waren Markus Meckel, Theologe und Politiker, letzter Außenminister der DDR,  ehem. Mitglied des Bundestages, Berlin sowie Beate Klarsfeld, Journalistin, Paris und Prof. Dr. Bernd Weisbrod, Historiker, Universität Göttingen. Weitere Informationen und Zeitungsartikel der Neuen Osnabrücker Zeitung finden Sie auf der Homepage der Onsabrücker Friedensgespräche.

 

2016

 

17./18.11.2016:  Tagung „Parlamentarische Opposition in Zeiten der Parteienfragmentierung“

Am 17. und 18. November 2016 fand in Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Demokratie und Friedensforschung (ZeDF) eine interdisziplinäre Arbeitstagung zum Thema „Parlamentarische Opposition in Zeiten der Parteienfragmentierung“ statt. Organisiert wurde die Tagung von Pascale Cancik (Rechtswissenschaft) und Armin Schäfer (Politikwissenschaft). Neben den Vorträgen der beiden Initiatoren boten sieben weitere Beiträge aus Politik- und Rechtswissenschaft die Grundlage für rege Diskussion in kleiner Runde. Die überwiegende Betrachtung innerdeutscher Verhältnisse rundeten Vorträge ab, die das australische, das österreichische und das britische System in den Blick nahmen.

Vortragsübergreifend wurde die Rolle des Bundesverfassungsgerichts und seiner Rechtsprechung diskutiert. Die anwesenden Politikwissenschaftler zeigten sich verwundert ob der „Hassliebe“, mit der Juristen dem Gericht anscheinend verbunden seien. Ein Gutteil der TeilnehmerInnen nutzte Vortrag und Diskussion, um besonders das im Mai ergangene Urteil zu den Oppositionsrechten zu kritisieren. Bemängelt wurde vor allem die Inkonsequenz, mit der das Gericht zwar den Grundsatz effektiver Opposition hochhalte, daraus jedoch keine Folgen für die Rechtsstellung der Opposition erwachsen lasse.

Kontroverse Diskussionen ergaben sich auch darüber, ob „Opposition“ an den einzelnen Abgeordneten im Bundestag anknüpft oder anknüpfen sollte, oder vielmehr an ein Kollektiv. Die geringe Beachtung von Opposition als Kollektiv durch das Bundesverfassungsgericht stieß in diesem Kontext auf Kritik, da nicht alle TeilnehmerInnen Möglichkeit und Notwendigkeit der Zuweisung spezifischer Oppositionsrechte (nur) an einzelne Abgeordnete befürworteten.

Vielfach kam die Frage auf, mit welcher Berechtigung bestimmte Rechte als „Rechte der Opposition“ bezeichnet würden, obwohl sie durchaus auch von Fraktionen und Abgeordneten außerhalb der Opposition ausgeübt werden. Dies führte zu der Frage, was als Indikator einer „effektiven Opposition“ gelten kann, insbesondere ob es dafür nur einer quantitativen oder auch einer qualitativen Betätigung bedarf. Vereinzelt wurde von politikwissenschaftlicher Seite insoweit vertreten, es gebe insgesamt betrachtet durchaus „genug“ Opposition - ein Streitpunkt, der anschaulich machte, wie oft in der Politikwissenschaft die Makroperspektive eingenommen wird, während die Rechtswissenschaft häufiger Details einzelner Konstellationen in den Blick nimmt.

Die Tagung zeigte, dass die Diskussion über Rechte der Opposition das Risiko birgt, bestimmte Rechte zu exklusiven ‚Oppositionsrechten‘ zu stilisieren. Auch steht die Klärung so unscharfer Begriffe wie „Opposition“ und deren „Effektivität“ weiterhin aus, sodass ein vorsichtiger Umgang und eine differenzierte Verwendung geboten sind. Und obwohl der Dialog zwischen Rechts- und Politikwissenschaft aufgrund unterschiedlicher methodischer Herangehensweise einige Mühe verlangt, machte die Tagung deutlich, was beide Seiten dabei zu gewinnen haben: selbst wenn die Wissenschaft nicht per se einer Rechtfertigung durch praktische Notwendigkeiten bedarf, können die beiden Disziplinen einander zeigen, wo praktisches Bedürfnis, Nutzen und auch Grenzen ihrer jeweiligen Forschung liegen.

Elisabeth Spiecker gen. Döhmann

 

Das Programm der Tagung finden Sie hier.

 

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Ringvorlesung SoSe 2016: "Demokratie im Stresstest: Krise, Erneuerung, Aufbruch"

In 12 Vorträgen setzten sich die ZeDF-Mitglieder sowie eingeladene Gäste mit aktuellen Fragen über den Zustand der Demokratie, über aktuelle Herausforderungen und mögliche Perspektiven auseinander, um die Frage zu beantworten, ob von einer Krise der Demokratie gesprochen werden kann.

Verantwortlich: Prof. Dr. Armin Schäfer / Prof. Dr. Ulrich Schneckener

Das Programm finden Sie hier.

 

 

2015

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfuegbar -10./11.06.2015  Renommierter Global Governance-Forscher zu Gast an der Universität Osnabrück

Am 10. und 11. Juni 2015 war Prof. Dr. John Kirton zu Gast in der Friedensstadt.

Seit 1984 beobachtet John Kirton als Leiter der G8 und der G20 Research Group der University of Toronto die Gipfeltreffen von G7, G8 und G20. Im Anschluss an seinen Aufenthalt im Pressezentrum des G7-Gipfels auf Schloss Elmau diskutierte er mit den Studierenden des von Jennifer Gronau geleiteten MA-Seminars "Die Legitimation internationaler Akteure" über die mediale Bewertung der G7 sowie die politische Bedeutung und Legitimität der informellen Institution.

Am zweiten Tag seines Aufenthalts hielt er einen Vortrag am ZeDF unter dem Titel "Quo Vadis G7? The Future of Club Governance after the Elmau Summit", in dem er  insbesondere auf die Errungenschaften der G7 verwies, ehe er sich den überwiegend kritischen Fragen des Publikums stellte.

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29.04.2015  Osnabrücker Friedensgespräche: Verhärtete Fronten in Israel

Am Mittwoch, den 29. April 2015 trafen bei den Osnabrücker Friedensgesprächen die beiden prominenten Träger des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2013 in der Schlossaula zusammen: Dr. Avi Primor, langjähriger israelischer Botschafter in Deutschland, und Abdallah Frangi, Berater von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und seit Juli 2014 Gouverneur von Gaza. Gemeinsam mit der Politologin Dr. Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und Prof. Dr. Ulrich Schneckener, der das mit rund 400 Gästen gut besuchte Friedensgespräch leitete, gingen sie der Frage nach, ob es nach der jüngsten Parlamentswahl in Israel einen Fortschritt in Richtung Frieden geben wird, und wie dieser aussehen könnte. Neben der bei allen Rednern weiter vorhandenen langfristigen Hoffnung auf Frieden und Verständigung im Nahen Osten zeigte sich deutlich eine allgemeine Skepsis im Hinblick auf die aktuelle Situation und die Möglichkeit kurz- und mittelfristiger Ergebnisse. Besondere Bedeutung erfuhr dabei die Frage, ob und wie eine Zwei-Staaten-Lösung realistisch umgesetzt werden könnte.

 

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Podiumsteilnehmer/innen, Gastgeber und großes Publikum in der Schlossaula.

Photo: Uwe Lewandowski

Weitere Informationen finden Sie auch hier.

 

2014

 

04.12.2014  Politischer Machtausgleich oder gewaltsamer Zerfall? Der Jemen nach dem "Arabischen Frühling

Im Steinwerk Ledenhof, dem Sitz der Deutschen Stiftung Friedensforschung in Osnabrück, berichteten der deutsche Botschafter im Jemen, Walter Haßmann, und Mareike Transfeld, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin, über die krisenhaften politischen Entwicklungen im Jemen. Botschafter Haßmann schilderte eindrücklich die jüngeren politischen Ereignisse und ihre Auswirkungen auf seine Handlungsmöglichkeiten als deutscher Diplomat. Mareike Transfeld beschrieb in ihrem Beitrag die zentralen Konfliktkonstellationen, die für die politischen Entwicklungen im Jemen maßgeblich sind.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog“ des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart, statt. Die DSF und das Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung der Universität Osnabrück, waren die lokalen Kooperationspartner. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Ulrich Schneckener (ZeDF).

10./11.07.2014  Workshop „Milizen und die Herstellung von (Un-)Sicherheit“

Am 10. und 11. Juli 2014 fand der Workshop zum Thema „Milizen und die Herstellung von (Un-)Sicherheit“ mit nationalen und internationalen Gästen in der Deutschen Stiftung Friedensforschung statt. Auf Einladung des Projektteams des DFG-Projekts „Security Governance durch Milizen“ (Leitung: Ulrich Schneckener; MitarbeiterInnen: Sandra Wienand und Christoph König) diskutierten 14 WissenschaftlerInnen den Begriff der Miliz sowie verschiedene Typen, Einsatzkontexte und das Umfeld von Milizen. Neben theoretischen Beiträgen wurden auch empirische Fallbeispiele von Milizen aus verschiedenen Weltregionen vorgestellt und diskutiert. Die übergeordnete Fragestellung des Workshops war, inwieweit und unter welchen Bedingungen Milizen einen Beitrag zur Herstellung von Sicherheit bzw. Unsicherheit leisten können.

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09.07.2014  „Vom ‚War on Drugs‘ zum ‚kriminalisierten Bürgerkrieg‘ in Mexiko und Zentralamerika", Vortrag von Prof. Dr. Günther Maihold (Collegio de Mexico, Mexico-City / SWP, Berlin), Ort: EW-Gebäude 15/130,16.00 Uhr c.t.

Seit Jahren tobt in Mexiko ein gewaltsamer Drogenkrieg, dem bisher Zehntausende zum Opfer gefallen sind. Was als Konflikt zwischen verschiedenen Kartellen im Norden Mexikos begann, hat mittlerweile weite Teile von Mittelamerika erfasst. Dabei spielen auch Militär- und Polizeigewalt, Jugendbanden, Milizen sowie neue Gewaltakteure eine Rolle. Der Vortrag will sich kritisch mit der These auseinandersetzen, inwieweit diese Eskalation Züge eines Bürgerkrieges trägt und welche Folgerungen sich daraus für die künftige Entwicklung in Mexiko und Zentralamerika ziehen lassen.

03.07.2014  „1914-2014: Von der Mechanisierung zur Automatisierung des Krieges. Politische und ethische Fragen zum Wandel des Krieges“, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Herfried Münkler (HU Berlin) und Prof. Dr. Götz Neuneck (IFSH, Hamburg), Ort: VHS Osnabrück (in Kooperation mit der DSF),19 Uhr, Moderation: Prof. Dr. Ulrich Schneckener.

Im Rahmen des Programm „100 Jahre Erster Weltkrieg“ laden das ZeDF und die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Verknüpft mit dem Ersten Weltkrieg ist auch die Erinnerung an einen Krieg mit neuen rüstungstechnologischen Möglichkeiten und Innovationen. Der Bau von modernen Flugzeugen oder Unterseeboten, der Einsatz von Minen, chemischen Waffen und Maschinengewehren führte zu einem fundamentalen Wandel in der strategischen Kriegsführung und einer neuen Dimension des automatischen Tötens. War der Erste Weltkrieg von einer Mechanisierung des Krieges in der Luft, auf dem Land und zur See begleitet, so lässt sich seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts eine weitere rüstungstechnologische „Revolution“ beobachten. Der Einsatz von teilautomatisierten Distanzwaffen und Drohnen ist nunmehr Teil der militärischen Realität. Die Veranstaltung geht daher der Frage nach welchen Einfluss rüstungstechnologische Dynamiken auf politische und gesellschaftliche Prozesse sowie den Umgang mit Konflikten haben. Außerdem sollen die Eigenlogik von Rüstungsinnovationen und die damit verbundenen ethischen Herausforderungen debattiert werden.

30.06.2014  „Waffen in alle Welt. Deutschlands Rolle und Verantwortung als drittgrößter Rüstungsexporteur“, Podiumsdiskussion mit Jan van Aken (MdB, Die Linke) und Jan Grebe (Bonn International Center for Conversion, BICC), Ort: Hörsaal 11/212 (Schloss), 18.00-20.00 Uhr, Moderation: Prof. Dr. Ulrich Schneckener.

Das ZeDF lädt zu einer aktuellen Podiumsdiskussion zum Thema Rüstungsexporte ein. Diskutiert werden soll dabei nicht zuletzt die Rolle Deutschlands als drittgrößter Rüstungsexporteur und zweitgrößter Exporteuer von Kleinwaffen. Insbesondere der Export in Drittstatten (Nicht-NATO- bzw. Nicht-EU-Staaten) wird kritisch diskutiert. Es ist vielfach dokumentiert, dass Waffen aus Deutschland in aktuellen Kriegen und Krisengebieten zur Anwendung kommen, ungeachtet der selbst auferlegten Kriterien für eine „restriktive Exportpolitik“. Auf der Veranstaltung sollen die Probleme und Dilemmata der Rüstungsexportpolitik ebenso diskutiert werden wie die Frage, welche Schritte notwendig sind, um Exporte zu beschränken und besser zu kontrollieren, nicht zuletzt auf parlamentarischer Ebene.

 

19.06.2014  Vortrag von Prof. Dr. Hans-Henning Schröder: "Quo Vadis Russland? - Ziele und Widersprüche russischer Außenpolitik"

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ukraine-Krise stellt sich die Frage nach den Gründen und Motiven der russischen Außenpolitik. Wie lässt sich Russlands Politik gegenüber der Ukraine und der unmittelbaren Nachbarschaft erklären? Welche Strategien verfolgt Russland? Welche ordnungspolitischen Vorstellungen stehen dahinter? Welche Konflikte sind zu erwarten? Um diese Fragen zu diskutieren, hat das Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung (ZeDF) den langjährigen Russland-Experten der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Prof. Dr. Hans Henning Schröder zu einem Vortrag mit dem Titel „Quo vadis Russland? Ziele und Widersprüche russischer Außenpolitik“ eingeladen. Prof. Schröder war von 2006 bis 2012 Leiter der Forschungsgruppe Russland/GUS der SWP und ist Herausgeber der Russland-Analysen.Der Vortrag findet um 18 Uhr c.t. im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück, Alte Münze 16, Raum 09/114 statt.

 

12.06.2014  Osnabrücker Friedensgespräche: Die Türkei zwischen Europäischer Union und Mittlerem Osten

Statements und Diskussion mit S.E. Hüseyin Avin Karslıoğlu, Botschafter der Republik Türkei, Berlin; Christiane Schlötzer, Auslandskorrespondentin der Süddeutschen Zeitung in Istanbul; Prof. Dr. Hüseyin Bağcı, Professor für Internationale Beziehungen an der Middle East Technical University, Ankara. Die Gesprächsleitung hat Prof. Dr. Roland Czada. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Aula der Universität Osnabrück, Neuer Graben/Schloss.

 

03.06.2014  Vortrag von Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll Stiftung: "Intelligent wachsen. Die grüne Revolution"

Während alle Welt nach Wachstum ruft, leuchten die ökologischen Warnsignale dunkelrot: Klimawandel, Wasserkrise und die Verknappung fruchtbarer Böden. Müssen wir uns also vom Wirtschaftswachstum verabschieden? Ralf Fücks weist mit seinem Buch einen dritten Weg. Der Vortrag findet um 18:30 Uhr im Bohnenkamphaus im Botanischen Garten 64/E10, Albrechtstr. 29 statt. Moderation: Prof. Dr. Ulrich Schneckener (Direktor ZeDF)

 

28.01.2014  Vortrag von Dr. Stephan Rosiny zum Bürgerkrieg in Syrien

Unter dem Titel „Power Sharing - eine Konfliktlösung für Syrien?" hat Dr. Stephan Rosiny (GIGA Institut für Nahost-Studien, Hamburg) den anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien analysiert und gegenwärtige Aussichten auf eine Lösung des Konflikts erörtert. In diesem Zusammenhang hat der ausgewiesene Regionalexperte auch auf die Erfahrungen mit Machtteilungsarrangements in anderen multiethnischen Gesellschaften des Nahen Ostens verwiesen.

 

23. - 25.01.2014  Internationales Symposium "Peacebuilding in crisis? Experiences and new perspectives"

Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten auf der von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) und dem ZeDF veranstalteten Tagung verschiedene Kritiken, Probleme und Dilemmata des Peacebuilding und beschäftigten sich mit neuen theoretisch-konzeptionellen Perspektiven und politischen Ansätzen, um Friedensprozesse in Nachkriegsgesellschaften zu fördern. Am Symposium wirkten namenhafte Experten und Expertinnen aus dem In- und Ausland mit, darunter u.a. die Professoren Michael N. Barnett (George Washington University, Washington DC), David Chandler (University of Westminster, London), Oliver Richmond (University of Manchester), Keith Krause (The Graduate Institute Geneva) und Vivienne Jabri (King’s College London) sowie aus deutschen Forschungsinstituten der Friedens- und Konfliktforschung Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel (Zentrum für Konfliktforschung, Universität Marburg), Prof. Dr. Tobias Debiel (Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Andreas Mehler (German Institute of Global and Area Studies, Hamburg), Dr. Jonas Wolff (Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt) und Dr. Martina Fischer (Berghof Foundation, Berlin).

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24.10.2013  Präsident des Deutschen Bundestages zu Gast bei den Osnabrücker Friedensgesprächen

Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert und Prof. Dr. Claus Offe, Politikwissenschaftler an der Hertie School of Governance, Berlin waren  am Donnerstag, den 24. Oktober zu Gast an der Uni Osnabrück. Diskutiert wurde die seit 2008 andauernde Finanz- und Schuldenkrise in Europa und ihre Auswirkungen auf die Demokratie. Die Leitung des Gesprächs hatte Prof. Dr. Roland Czada, Professor für Staat und Innenpolitik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Uni Osnabrück und Mitglied des Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung (ZeDF).

 

18. – 19.06.2013  Exkursion zu den internationalen Strafgerichtshöfen in Den Haag  –  Leitung: Andrea Pabst

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Im Rahmen des Masterseminars „The Politics of Transitional Justice“ fuhren 23 Studierende der Politikwissenschaft am 18. und 19. Juni 2013 nach Den Haag, um die dort ansässigen internationalen Strafgerichtshöfe zu besichtigen.

Am ersten Tag stand die Diskussion mit Experten des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) auf dem Programm. Im Gespräch mit der Juristin Ines Petersen hatten die Studierenden die Gelegenheit zu Fragen und kritischen Anmerkungen bezüglich der Arbeitsweise des Tribunals. Themen, Erkenntnisse und Diskussionspunkte aus dem theoretischen Teil des Seminars konnten hier wieder aufgegriffen und den Informationen aus erster Hand gegenübergestellt werden.

Der Schwerpunkt des zweiten Exkursionstages lag dann auf der Beobachtung laufender Prozesse gegen mutmaßliche Kriegsverbrecher. Am ICTY konnten die Studierenden die Verfahren gegen Ratko Mladic sowie Radovan Karadzic beobachten, die beide u. a. wegen der Beteiligung am Genozid von Srebrenica angeklagt sind. Am Internationalen Strafgerichtshof (ICC) wohnten die Studierenden dem Prozess gegen Jean-Pierre Bemba Gombo bei, dem die Verantwortung für die Verübung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der der Zentralafrikanischen Republik zur Last gelegt wird.

Die Studierenden zeigten sich beeindruckt von den Einblicken in die Abläufe und Arbeitsweisen der besuchten Institutionen. Vor allem die Beobachtungen der Prozesse, insbesondere das Verhalten der Beschuldigten, das Agieren von Anklage und Verteidigung sowie die Rolle der jeweils befragten Zeugen gaben reichlich Anlass für Diskussion und trugen zu einer vertieften Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen von internationaler Strafgerichtsbarkeit für die gesellschaftliche Aufarbeitung gewaltsamer Vergangenheiten bei.

Die Exkursion wurde durch Zuschüsse seitens des Fachbereichs 1 sowie der Universitätsgesellschaft gefördert.

Informationen und Kontakt:

Andrea Pabst, M.A.

andrea.pabst@uos.de

 

24. - 26.05.2013 Tagung zum Thema „Durch Interventionen zum Frieden? Theoretische und praktische Anmerkungen zur Responsibility to Protect“

Prof Dr. Ulrich Schneckener hielt im Rahmen der vom Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung (ZeDF) organisierten Tagung in der Akademie Franz Hitze Haus (Münster) einen Vortrag zum Thema „The Responsibility to Rebuild: Liberal Peace and beyond“. Prof. Dr. Arnulf von Scheliha hielt einen Vortrag zum Thema „Der Gerechte Frieden“.

Dr. Bernhard Rinke eröffnete die Tagung mit einem Beitrag unter dem Titel „Zur Entwicklung militärischer Interventionen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts“ und moderierte die Vorträge und Diskussionsrunden.

 

15.05.2013  Guido Westerwelle zu Gast bei den Osnabrücker Friedensgesprächen

Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Direktor des Zentrums für Demokratie- und Friedensforschung moderierte das Osnabrücker Friedensgespräch, zu dem Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Völkerrechtsexperte Prof. Dr. Christian Tomuschat von der Humboldt-Universität Berlin eingeladen waren. Die Veranstaltung befasste sich mit dem Thema "Zwischen Schutzverantwortung und militärischer Zurückhaltung - Wie helfen wir den Opfern von Krieg und Bürgerkrieg?". Das Friedensgespräch fand am 15. Mai um 19 Uhr in der Schlossaula der Universität Osnabrück statt.

 

03. - 04.12.2012 Workshop zu Ressourcenkonflikte und „Arabischer Frühling“

Thematisch anknüpfend an die Ringvorlesung im Sommersemester 2012 führt das ZeDF einen Fachworkshop zu der Frage durch, welche Rolle Ressourcenprobleme und -konflikte für den politischen Wandel in der Region Nordafrika/Naher Osten spielen. Der Workshop wird sich zum einen mit der Klima-, Wasser- und Landproblematik in der Region, zum anderen mit den Entwicklungen in vier Ländern (Syrien, Ägypten, Tunesien und Jemen) beschäftigen. Als Referenten/innen sind Experten/innen aus Bonn, Hamburg, Berlin, Leipzig und Amsterdam eingeladen. Inhaltlich vorbereitet und organisiert wurde die Veranstaltung von Dr. Christiane Fröhlich und Prof. Dr. Ulrich Schneckener. Der Workshop wird mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Weitere Informationen zum Programm des Workshops finden Sie hier.

 

25.10.2012 - 24.01.2013 Das ZeDF auf der Leinwand

Im Wintersemester 2012/2013 veranstaltet das Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung zusammen mit der DNGPS und der Iran-AG der Amnesty International Hochschulinitiative Filmvorführungen mit anschließenden Diskussionen.

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Angehörige der Hochschulen Osnabrück und der Eintritt ist frei. Interessenten werden gebeten, sich in Stud.IP in der Veranstaltung "Das ZeDF auf der Leinwand" zu registrieren.

24.10.2012 "GATTACA"
08.11.2012 "THE GREEN WAVE"
29.11.2012 "FAIR GAME"
13.12.2012 "SOYLENT GREEN"
10.01.2013 "DR. SELTSAM - ODER: WIE ICH LERNTE DIE BOMBE ZU LIEBEN"
24.01.2013 "1. APRIL 2000"

Weitere Informationen zur Filmreihe finden Sie hier.

 

30.05. - 11.07.2012 ZeDF-Kolloquium

Mit ausgewählten Referenten/innen der Ringvorlesung „Kooperation oder Konflikte um Ressourcen“ organisiert das ZeDF eine Serie von Kolloquien, bei denen im kleineren Kreis über aktuelle Forschungsfragen und -themen diskutiert werden kann. Dazu sind neben Professoren/innen auch interessierte Mitarbeiter/innen, Doktoranden/innen oder MA-Studierende - auch gerne zu einzelnen Terminen - herzlich eingeladen an diesen Gesprächen teilzunehmen. Folgende Termine sind vorgesehen:

30.05.2012      8.30 - 10.00 Uhr      Ursula Eid

06.06.2012      8.30 - 10.00 Uhr      Aaron Wolf

13.06.2012      8.30 - 10.00 Uhr      Petra Dobner

20.06.2012      8.30 - 10.00 Uhr      Nils Petter Gleditsch

04.07.2012      8.30 - 10.00 Uhr      Olivier de Schutter

Die Treffen werden im Sitzungsraum des Präsidenten (13/E8) veranstaltet.
Die Kolloquien mit A. Wolf, N-P. Gleditsch und O. de Schutter finden in englischer Sprache statt.

 

23.05.2012 Dies Academicus der Universität Osnabrück

Am ersten Dies Academicus der Universität Osnabrück waren zahlreiche Mitglieder des ZeDF mit verschiedenen Veranstaltungen vertreten und boten einen Einblick in ihre Forschungstätigkeit.

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03.05.2012 "Denken jenseits der Ordnung?"

Im Gespräch mit Prof. Dr. Matthias Bohlender wird PD Dr. Christian Lavagno Thesen aus seinem neusten Buch "Jenseits der Ordnung. Versuch einer philosophischen Ataxiologie" vorstellen und diskutieren. Die Abendveranstaltung findet am 03.05.2012 um 19.30 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek (Alte Münze 14-16) statt.

 

21.03.2012 "Liberia: Chancen für Frieden und Entwicklung?"

Die Deutsche Gesellschaft der Vereinten Nationen e.V. in Kooperation mit Kinder Afrikas e.V., der Volkshochschule Osnabrück und dem Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück oragnisieren eine Podiumsveranstaltung mit anschließender Ausstellungseröffnung zum Thema "Liberia: Chancen für Frieden und Entwicklung?". Sie findet am Mittwoch, den 21. März 2012, um 19 Uhr in der VHS Osnabrück (Bergstr. 8, Vortragssaal 3. Etage) statt. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. U. Schneckener.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

14.12.2011 Winfried Nachtwei über „Die Förderung von Demokratie und Frieden in Afghanistan“

Im MA-Seminar „Demokratie und Frieden“ (Prof. Dr. Ulrich Schneckener) hält Winfried Nachtwei, von 1994 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen, einen Gastvortrag über das Spannungsverhältnis der Demokratie- und Friedensförderung in Afghanistan.